Sorghum hat sich im Februar und März in zahlreichen Ländern zu Worte gemeldet.

 

Studienreise in Frankreich, Konferenz in Spanien, Konferenzen und Messe in der Ukraine …
Das Sorghum hat in Februar und März die Hersteller und Verarbeitungsunternehmen an den verschiedensten Orten mobilisiert.

Sorghum ID präsentierte in Frankreich den russischen und ukrainischen Partnern die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Sorghum in der Tierfütterung.

Die Gruppe setzte sich aus auf Tiernahrung spezialisierte Journalisten sowie Vertreter von Agro-Holdings (riesige Strukturen mit 35 000 bis 500 000 ha Anbaufläche und Produzenten von Schweine- und Geflügelfleisch sowie Milch) zusammen. Während dieser für sie organisierten Studienreise konnte die Gruppe die französische Sorghum-Branche aus verschiedenen Blickwinkeln entdecken – von der Saatgutherstellung bis zum Endverbrauch:
– Die der französischen Saatgutherstellung gewidmete Präsentation (Mais und Sorghum) vermittelte ein Verständnis für die spezifischen Vorteile von in Frankreich hergestelltem Saatgut.
– Während des Besuchs des technischen Labors Arvalis konnte die Gruppe die bei Schweinen und Geflügel mit verschiedenen Rohstoffen, u. A. Sorghum, durchgeführten vergleichenden Experimente entdecken.
– Bei der Handelsgesellschaft Granéo, die Sorghum in der Touraine im Zentrum Frankreichs einsammelt, wurden die unterschiedlichen Absatzmöglichkeiten sowie die Trocken- und Sortierungstechniken diskutiert.
– In einem landwirtschaftlichen Betrieb waren die Vorteile von Silosorghum als Zusatz zu Maissilage das Thema.
– Die Rundfahrt endete mit einem Besuch bei Idena, einem auf Dienstleistungen und die Produktion von Viehfutter spezialisierten Unternehmen.
Den Teilnehmer gefiel das interessant zusammengesetzte Programm mit den unterschiedlichen Themenschwerpunkten, die Einsicht in die zahlreichen Vorteile und verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Sorghum gewährten.


In Spanien hat sich Sorghum ID bei einer Konferenz 200 Landwirten präsentiert.

Die Teilnehmerzahl am 20. März 2019 in der Region Benavente war hoch, was wieder einmal belegt, dass das bei den spanischen Landwirten noch wenig bekannte Sorghum dort auf reges Interesse trifft. In der Tat wird in Spanien nur wenig Sorghum (30 000 Tonnen, d. h. 10-mal weniger als in Frankreich) auf 6500 ha angebaut, obwohl der Verbrauch in der Tierfütterung, und hier insbesondere in der Schweinezucht, sehr hoch ist. Spanien importiert daher jedes Jahr um die 350 000 t Sorghum, und bisweilen sogar noch mehr (500 000 t im Jahr 2017). Frankreich ist mit seinen 100 000 Tonnen (1/3 seiner Produktion) ein wichtiger Lieferant. Weitere Lieferanten sind vor allem die Ukraine und Russland.
Dieses Jahr ist ein neuer Akteur auf den Märkten aufgetaucht: Die USA, die 250 000 t Sorghum nach Spanien verkauft haben, die ursprünglich für China gedacht waren, deren Lieferung jedoch aufgrund des Handelskrieges zwischen den beiden Ländern storniert wurde. Glücklicherweise hatte dies keinerlei Auswirkungen auf den Export des französischen Sorghums; Ende Januar wurden 65 000 t exportiert, das größte Volumen seit 3 Jahren, was ein Zeichen dafür ist, dass es in Spanien einen Bedarf für das französische Sorghum gibt.
Die Konferenz vom 20. März hat die Beziehung zwischen spanischen und französischen Produzenten gestärkt und Sorghum ID ermöglicht, seine Ziele sowie Sorghum im Allgemeinen zu präsentieren.


2 Konferenzen und eine Messe mit FNPSMS und Sorghum ID in der Ukraine.

Die Fachmesse Agro Animal Show ist eine der wichtigsten Landwirtschaftsmessen in der Ukraine. Dieses für die ukrainische Landwirtschaft sehr wichtige Branchentreffen fand vom 19. bis zum 21. Februar in Kiew statt. Sorghum ID präsentierte an einem Stand die Branche, die Produktionstechniken sowie die verschieden Absatzmöglichkeiten von Sorghum für Landwirte.
In der Ukraine wird Sorghum auf 45 000 ha angebaut. Das Entwicklungspotenzial ist somit sehr hoch – vor allem im Süden des Landes, wo das Klima im Sommer sehr trocken sein kann, wobei es in der Ukraine praktisch keine Bewässerungsanlagen gibt.
Im Rahmen der Agro Animal Show gab es eine Konferenz zur Verwendung von Sorghum in der Tiernahrung. Auf dem Programm standen: Die verschiedenen Arten von Silosorghum und dessen Einsatz in der Rinderzucht, präsentiert von Hugues Chauveau, Ingenieur bei Arvalis Institut du Végétal, sowie die Vorteile der Beimischung von Sorghum in die Futtermischung von Geflügel und Schweinen, präsentiert von Charles-Antoine Courtois von Sorghum ID. Die Saatguthersteller und -berater, Mitglieder von Sorghum ID, haben ihrerseits die verschiedenen in der Ukraine verfügbaren Hybriden vorgestellt.
Im Rahmen des „Französischen Tag“ wurde von Business France eine zweite Konferenz organisiert. Anna Kolakowska von der FNPSMS präsentierte die Vorteile der französischen Produktion von Mais- und Sorghum-Saatgut. Dabei betonte sie besonders die leistungsstarke Genetik, die Qualität und die Regelmäßigkeit der französischen Produktion.