Sorghum in Polen – Aufschwung dank Sorteninnovationen

 

 

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Für Tadeusz Michalski, den Vorsitzenden des PZPK, des Verbandes der polnischen Maiserzeuger, „ist Sorghum eine Pflanze, die neue Anbauperspektiven bietet, die Artenvielfalt fördert und somit die biologische Qualität der Böden verbessert.  Sorghum ist für die Bedingungen in Polen besonders geeignet, da hier mehr als die Hälfte der Böden karg sind.“

Sorghum setzt sich in Polen nach und nach als eine agronomische und wirtschaftlich interessante Lösung für die Diversifizierung der Kulturen und die klimatischen Unwägbarkeiten durch. Dank der genetischen Auswahl bietet dieses Getreide heutzutage frühzeitige Sorten, die der Trockenheit widerstehen und mit kargen Böden zurechtkommen. In Polen, wo weiterhin Tests durchgeführt werde, überzeugt Sorghum durch seinen geringen Bedarf an Betriebsmitteln und seine Eignung für den Anbau auf schwierigen Börden, während es gleichzeitig den steigenden Bedarf an Futtermittel, glutenfreiem Getreide und Energiebiomasse deckt.

 

Ein für den polnischen Markt interessantes Sortenangebot

Dank der genetischen Forschung konnten Kategorien entwickelt werden, die dem spezifischen Bedarf der polnischen Landwirte entsprechen;

  • Frühzeitiges Körnersorghum: hauptsächlich für die Erzeugung von Getreide für die Tierfutter und Lebensmittel bestimmt. Sorghum ist für Regionen mit kurzen Wachstumszeiten geeignet und kann zudem als Silage verwertet werden, wenn die Bedingungen keine vollständige Reifung der Körner zulassen.
  • Futtersorghum: besonders für karge Böden und Felder geeignet, die unter einem hohen Schädlingsdruck (z. B. Maiszünsler) stehen. Die Silage (25–35 % Trockenmasse) bietet einen Energiewert, der 95 % des Wertes von Mais entspricht, wobei gleichzeitig die mit klimatischen Schwankungen verbundenen Risiken sinken.
  • Mehrschnitt-Futtersorghumsorten: ermöglichen dank ihrer Trockentoleranz und ihrem schnellen Wachstum mit minimalen Produktionskosten  2 bis 3 Ernten im Jahr. Eine wirtschaftliche Lösung für eine maximale Futterproduktion.
  • Futtersorghum kann aus BMR-Sorten (Brown Mid Rib) stammen: Diese zeichnen sich durch hochverdauliche Ballaststoffe aus und eignen sich ideal zur Ergänzung von auf Mais beruhende Futterrationen. Ihr Nährstoffprofil unterscheidet sich trotzt vergleichbaren Energiewerten: weniger Stärke und eine höhere Verdaulichkeit der Balaststoffe, was zu einem höheren Fettgehalt der Milsch beitragen kann.

 

Wird Sorghum zu einem tragenden Pfeiler der polnischen Landwirtschaft?

In Polen ist eine starke Zunahme der Anbauflächen von Sorghum zu beobachten: Den neuesten Daten nach verzeichnete das Land zwischen 2020 und 2025 einen jährlichen Zuwachs von +17 %. Und 2026 werden in Polen 14.670 ha Körner- und Futtersorghum angebaut werden. Diese Zahlen machen Polen für den Sorghumanbau zu einem der dynamischsten Länder Mitteleuropas.

 

 

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